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Panzerschiff A (Lützow ex-Deutschland)

Urs Heßling: La polémica en torno a la construcción. Im März 1927 lag der durchkonstruierte Entwurf „I/M26“ des Panzerschiffs vor. Mit der offiziellen Entscheidung des Chefs der Marineleitung für den neuen Schiffstyp am 11. Juni 1927 war der Weg frei.

Peter K:

Bereits am 7. März 1927 waren sich Flottenabteilung (AII) und Marinekonstruktionsabteilung (K) über den neuen, jetzt Panzerkreuzer genannten Schiffstyp einig. Der entsprechende Entwurf I/M26 war 188 m lang, 20,7 m breit, hatte einen Tiefgang von 5,5 m, wurde von einer 54.000 WPS starken Dieselmotorenanlage für 28 kn angetrieben, war mit einer 100 mm starken Panzerung am Gürtel, an den Türmen und am Kommandostand geschützt und mit sechs 28 cm und acht 12 cm Flakgeschützen bewaffnet.

Am 21. März 1927 trat in Genf die Abrüstungskonferenz des Völkerbundes zusammen.

Erst am 11. Juni 1927 entschied sich nach einigem Zögern auch der Chef der deutschen Marineleitung, Admiral Zenker, für das nun als Panzerschiff bezeichnete Schiff. In seiner ausführlichen schriftlichen Begründung gegenüber dem Flottenchef, Vizeadmiral Mommsen, dem Chef der Marinestation der Nordsee, Vizeadmiral Bauer, und dem Chef der Marinestation der Ostsee, Vizeadmiral Dr. phil. h. c. Raeder, erwähnte er eine Bewaffnung von sechs 28 cm Geschützen, 26 bis 27 kn Dauerhöchstgeschwindigkeit und Dieselantrieb mit 3.000 t Treibölvorrat für 17.400 sm bei 13 kn, 11.600 sm bei 19 kn, 7.900 sm bei 22 kn oder 4.750 sm bei 23,75 kn. Zunächst sollten allerdings nur zwei derartige Schiffe gebaut werden – Admiral Zenker wollte wohl auf zukünftige, standfeste Linienschiffe nicht von vorne herein verzichten!

Am 20. Juni 1927 begann in Genf eine Seeabrüstungskonferenz, an der die USA, Großbritannien und Japan teilnahmen.

Sie endete jedoch bereits am 4. August 1927 ergebnislos, da sich die USA und Großbritannien nicht in der Kreuzerfrage einigen konnten.

Am 6. September 1927 ließ die deutsche Marineleitung beim britischen Marineattachée anfragen, ob in die künftigen Ersatzbauten sechs  30,5 cm oder nur 28 cm Geschütze eingebaut werden dürften. Ersteres wurde schließlich abgelehnt, aber gegen die, gegenüber den veralteten Linienschiffe um zwei erhöhte Rohranzahl wurde nicht beanstandet.

Am 14. Jänner 1928 trat Reichswehrminister Geßler wegen der Phoebus-Affäre zurück.

Am 19. Jänner 1928 begannen auf Betreiben des neuen deutschen Reichswehrministers Groener doch die Verhandlungen über den Marineetat.

Nach Billigung durch den Haushaltsausschuß wurde der Bau des Panzerschiffs A am 27. oder 30. März 1928 vom Reichstag mit 200 gegen 170 Stimmen beschlossen. Dies war allerdings mit der Auflage des Reichsrates verbunden, mit dem Bau des Schiffes nicht vor dem 1. September 1928 und erst nach vorheriger, erneuter Prüfung der Finanzlage des Reiches zu beginnen.

Bereits am 11. April 1928 wurde die Typskizze des Panzerschiffs A von Admiral Zenker und  Ministerialdirektor Dr. Ing. h. c. Preße unterzeichnet, die als Grundlage für die Erstellung der Bauunterlagen diente. Diese vorläufigen Bauunterlagen konnten dann schon vier Monate später an die Bauwerft übergeben werden.

Bei 10.000 ts Typverdrängung sollte das Schiff 181,7 m in der Konstruktionswasserlinie und 185,7 m über alles lang sein, 20,0 m in der Konstruktionswasserlinie und 20,5 m über alles breit sein, einen Kontruktionstiefgang von 5,77 m aufweisen, 26 kn Geschwindigkeit durch eine 54.000 WPS starke Dieselmotorenanlage erreichen, 3.000 t Treiböl mitführen und mit sechs 28 cm L/50, acht 15cm L/55, vier 8,8 cm und vier 3,7 cm Fla-Geschützen, sowie mit sechs Torpedorohren, Kaliber 50 cm, in zwei Drillingsrohrsätzen bewaffnet sein.

Erst am 12. Juni 1928 entschied Reichswehrminister Groener endgültig, dass das Panzerschiff A mit sechs 28 cm Geschützen ausgerüstet werden soll.

Nach mehrwöchigen Diskussionen bewilligte das französische Parlament am 10. oder 19. Juli 1931 ein 23.333 ts verdrängenden Großkampfschiffes für den Haushalt 1931 - wahrscheinlich vor allem aufgrund der Tatsache, daß gerade erst die DEUTSCHLAND vom Stapel gelaufen und ein weiteres Panzerschiff auf Kiel gelegt worden war.

Geldmittel wurden allerdings zunächst nicht frei gegeben, da insbesondere die Größenordnung des neuen Schiffes weiterhin umstritten war. Die Bewilligung war daher mit der Auflage verbunden, weitere Verbesserungen am vorliegenden Entwurf vorzunehmen.

Detaillierte Berechnungen des Marinekonstruktionsbüros (STCN) ergaben dann unter Berücksichtigung der neuesten Stabsforderungen eine Typverdrängung von mindestens 26.000 ts.

Im Dezember 1931 gab das französische Parlament die Geldmittel zum Bau der bereits im Juli 1931 bewilligten, späteren DUNKERQUE frei.

Am 2. Februar 1932 begann die Genfer Abrüstungskonferenz des Völkerbundes, an der erstmals auch Deutschland teilnahm und für sich die Aufhebung der Entwaffnungsbestimmungen des Versailler Vertrages forderte.

Actas de la Cancillería:

Der RR hatte am 17.12.27 mit 36 gegen 32 Stimmen beschlossen, im Reichshaushaltsplan die Mittel für den Neubau eines Panzerschiffes (9,3 Mio RM) zu streichen. Daraufhin hatte der RFM eine Doppelvorlage im RT eingebracht (RT-Drucks. Nr. 3850, RT-Bd. 420 ). Der RT hatte für den ersten Bauabschnitt 6 Mio RM bewilligt.

Der Reichswehrminister verlas folgende Erklärung:

Der Herr Reichskanzler hat am 5. Juli zur Frage des Panzerschiffbaus im Reichstag die folgende Erklärung abgegeben6: „Bei der Beurteilung der Panzerschiffrage muß von der Entschließung des Reichsrats vom 31. März 1928, der der Herr Reichswehrminister zugestimmt hat, ausgegangen werden7. Sie ist von diesem im Einvernehmen mit dem Vertreter Preußens dort formuliert worden. Dabei wurde die Tatsache der erfolgten Bewilligung des Schiffes nicht in Frage gezogen. Die Absicht des Reichsrats ging dahin, die Reichsregierung zu veranlassen, vor dem 1. September 1928 nochmals zu prüfen, ob nicht wegen mangelnden Gleichgewichts im Reichshaushalt eine Einschränkung der Ausgaben nötig sei und infolgedessen der Weiterbau des Panzerschiffs vorläufig eingestellt oder andere wichtige Ausgaben des Heereshaushalts dafür beschnitten werden müssen. Demgemäß liegt die Entscheidung über den Beginn des eigentlichen Baus bei der Reichsregierung. Behufs Prüfung der noch offenen Frage wird sich der Herr Reichswehrminister rechtzeitig mit dem Herrn Reichsfinanzminister in Verbindung setzen.“